Martin Suter „Lila, Lila“

Hamburg, 2.6.2006

Martin Suter „Lila, Lila“

Es war ein wundervoller Nachmittag an der Elbe bei Wedel mit vorziehenden Schiffen und Lesen und einer liebenswerten Dame mittleren Alter die zu mit kam: „Entschuldigung, haben Sie sich eingecremt? Sie sehen schon ein wenig rot aus!“

Ach ja – zum Buch gibts ganz unten mehr…

Schiff

Kahn

Jeansarsch invertiert

Jolle

Buddelschiff

Nusschale

Wannendapfer

Kraftwerk

aufgeschlagen und geärgert

Böser böser Martin Suter.

Lila, Lila ist die Geschichte eines ziemlich normalen Mannes mit einem zu schwachen Charakter und einer Frau die oberflächlich liebt und verlässt was ihr nicht mehr ins Lebenskonzept passt. Er stellt eine Lüge ihr gegenüber nicht klar und sie “liebt” eigentlich nur diese Lüge, die darin besteht dass er einen gefundenen Roman als sein eigenes werk ausgibt und damit zum Nachwuchsliteratenstar avansiert.

Diese Lüge steht immer zwischen den beiden. Er hält sie mit allen Mitteln aufrecht und wird, um sie nicht zu verlieren, zu jemand, der er nicht ist. Sie ist vollkommen uninteressiert an seiner Person und hüpft nahtlos ins nächste Bett als die Lüge zerbricht.

Ist es nun besser sich zu verlieben und alles dafür zu riskieren, oder oberflächlich von Bett zu Bett zu hüpfen, nur interessiert am Schein und Prestige des anderen?

Suters Hauptfigur hat viele fundamentale Schwächen und versäumt jedeGelegenheit sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, doch der scheinbar mühelose, konsequenzenlose Sieg der Oberflächlichkeit hat mich gegen Ende des Buches wirklich verärgert.

Ist es wirklich das Beste seinen Partner nur als Hülle und Projektionsfläche eigener Wünsche zu sehen?????
Aber hier scheiden sich wahrscheinlich romantischer Wunsch und Wirklichkeit :)

Broschiert – 352 Seiten – Diogenes
Erscheinungsdatum: Juli 2005
Auflage: 1
ISBN: 3257234694

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