Ich weiß, dass es brutal ist, aber ich muss diesen Vergleich anstellen: ich habe sowohl Daniel Glattauers E-Mail-Roman „Gut gegen Nordwind“ wie auch „SPAM!“ in kürzester Zeit durchgelesen, aber das erste war echt ein Schaas und „SPAM!“ war großartig!
Überall dort wo ich beim Nordwind Wutausbrüche hatte, weil die Handlung so schlecht war, habe ich beim schönen Wort- und Situationswitz in „SPAM!“ laut aufgelacht. Also in die Tonne mit dem Glattauer-Schund und kein Ton mehr davon.

Jan Kossdorffs Buch spielt zur Zeit der Dotcom-Blase in einer Internetfirma, die große Ähnlichkeit mit einer damals bestehenden Firma zweifelhaften Rufes hat. Die Hauptfigur Alex ist total angepisst von der aktuellen Situation, keiner weiß so recht, was in der Firma wirklich passiert und er hat innerlich bereits gekündigt. Als er das auch nach außen durch eine wenig freundliche Mail an den Chef kundtut, taucht eine neue Arbeitskollegin auf, in die er sich Hals über Kopf verliebt und die er unbedingt „haben“ will. Von da an muss er sehen, dass er seinen beschissenen Job behält und Judiths Herz dazu gewinnt.
Schon bei der Lesung im Schikaneder habe ich großartig gelacht und ich schwörs auch beim Lesen alle sieben Sekunden ein Lacher!!!!
Großartig, großartig!!