Sprachwitz, glänzende, auch treffend böse Formulierungen, eine umfangreiche Sammlung von Aphorismen
Martin Lüdke, Die Zeit
Ich habe dieses Buch gehasst beim Lesen. Was tut man mit einem Buch in dem solche Sätze vorkommen???:
„Elise, die Tagesdecke über den Kopf gezogen und zur Wand gekehrt, hatte die Offenbarung der REM-Phase über sich ergehen lassen und erwartete nun, im dunklen Kanal dahingleitend, die Rückkehr des Ichs, das sich in Achtel- und Viertelportionen meldete.“
Eine halbe Seite hatte ich beim ersten Versuch in diesem Buch gelesen und dann wieder weggelegt. Wie kann man so sinnlos umständlich schreiben?
Weil ich mich eigentlich so auf ein Buch mit Hamburg-Bezug gefreut hatte, quäle ich mich weiter in der Hoffnung, dass es noch besser wird – bis jetzt nicht. 24 Seiten in zwei Wochen. Schwerstarbeit. Teilweise sind die Satzgebilde noch länger und ändern in ihrem Verlauf den Ort und/oder die handelnde Person. Absolut unleserlich.
Immer wieder muss ich Absätze oder gar ganze Seiten zurückspringen, weil ich den Verdacht habe, wieder mal nicht verstanden zu haben, was Herr Ziegler erzählen will.
Was tut man mit so einem Buch?
a) Weiterlesen?
b) Aufgeben?
c) Dem Autor an den Kopf schlagen?
d) Oder gibt es jemand, der/die das toll findet?
Zuschriften erbeten!
Nachtrag: Ich habs echt fertig gelesen und es hat mir dann echt noch super super gefallen!!! Stimmt nicht, ich habs gelesen, weil mich der Schauplatz Hamburg interessierte, das Buch selbst fand ich extrem anstrengend und unnötig kompliziert.